20 Jahre Verschwisterung mit Sanok, der SV 45 lebt Partnerschaft

05. Oktober 2014 / Fussball

Nachdem eine Delegation aus Reinheims Partnerstadt Sanok Anfang Juni zur Feier des 20-jahrigen Jubiläums der Verschwisterung in Reinheim weilte, kam es Ende Juli zum Gegenbesuch in Sanok.

20 Jahre Verschwisterung mit Sanok, der SV45 lebt Partnerschaft

An beiden Veranstaltungen war der SV 45 rege beteiligt. Während beider Besuche fanden Fußballspiele zwischen dem SV und polnischen Mannschaften statt und in beiden Fällen war der SV45 Bestandteil des offiziellen Programms zu den Jubiläumsfeiern. Es beteiligten sowohl der Verein aber auch einzelne Mitglieder engagierten sich für die Partnerschaf.

Besuch in Reineheim vom 04.06 bis 07.06.2014

Beim Besuch der Polen in Reinheim fanden Fußballspiele zwischen einer polnischen Mannschaft und einer gemischten Jugend des SV, als auch zwischen den AH-Teams beider Städte  statt. Auch bei der Unterbringung der polnischen Gäste in Reinheimer Familien zeigte sich der SV 45 als guter Gastgeber.

Wie bei solch einen Besuch fast normal, gab es auch bei diesem Besuch kleinere Problemchen,die aber schnell gelöst wurden und den sehr positiven Gesamteindruck nicht trüben konnten. Der Besuch begann schon mit einer kleinen Verspätung unserer Gäste, der Bus mit den Fußballern hatte sich verfahren. Der Bus mit den übrigen Gästen war pünktlich. Also fuhren die Gastfamilien schnell nochmal heim und drehten den Herd wieder aus, auf dem das Abendessen für die Gäste bruzzelte.

Um 20.00 Uhr trafen der Bus ein und die polnischen Gäste wurden auf die Familien verteilt. Dabei wurde festgestellt, das weniger Gäste als erwartet mitgekommen waren. Dennoch ging keine Gastfamilie leer aus. Der Abend wurde in den Familien verbracht, wobei die jungen Polen nochmal auf Erkundungstour in Reinheim gingen. Sie stellten jedoch schnell fest, das sich in Reinheim das Angebot für Jugendliche in Grenzen hält. Am nächsten Tag gingen die jugendlichen Gäste mit ihren Gastgebern, sofern diese Schüler an der DKSS hatten,mit in die Schule. Dort gab es ein Sportprogramm für die Kids. Dies machte den jungen Fußballer zwar riesig Spaß, führte aber zur ersten Verletzung eines polnischen Spielers.

Am Abend stand dann die offizieller offizielle Festakt zum 20-jährigen Jubiläum der Verschwisterung zwischen Sanok und Reinheim an.Der SV 45 hatte hier die Bewirtung in der Mehrzweckhalle Spachbrücken übernommen. Auch dies wurde dank der Unterstützung der ersten und zweiten Mannschaft reibungslos abgewickelt. Am Freitag hatte die Stadt Reinheim für die Jugendlichen einen ganztägigen Ausflug zum Frankfurter Flughafen organisiert. Am Abend trafen sich einige Gastfamilien um mit ihren Gästen gemeinsam zu grillen. So wurde es für Einige ein langer Abend.

Der Samstag stand nun ganz im Zeichen des Reinheimer Marktes und der Spiele gegeneinander. Gerade an diesem Tag sollte es sehr heiß werden und so fanden die Spiele bei Temperaturen statt, bei denen man eigentlich das Reinheimer Schwimmbad hätte besuchen sollen. Da die Polen zwischen 16 und 17 Jahren waren standen sie einer gemischten Mannschaft aus Reinheim gegenüber. Diese bestand hauptsächlich aus C-Jugendlichen im Alter von 15 Jahren, die zudem noch morgens ein Turnier bestritten hatten. Die Gäste nutzten diese körperliche Überlegenheit aus und konnten zudem mit einer hervorragenden Technik aufwarten. Hier zeigte es sich doch , dass es sich um eine Mannschaft aus einem Sportinternat handelte, die sich wesentlich intensiver mit dem Fußball beschäftigen wie die Reinheimer Spieler. Dennoch war es für alle ein tolles Erlebnis mit der Nationalhymne einzulaufen. Am Ende gewannen die Gäste deutlich.

Nach diesem Spiel stand nun noch das Spiel der AH gegen die polnische Mannschaft an. Die Polen gingen mit 2:0 in Führung, doch der SV konnte verkürzen. Die Drangperiode am Ende des Spieles war jedoch nicht von Erfolg gekrönt und so konnten die Gäste auch hier gewinnen. Ganz im Sinne der Verschwisterung wurde dann gemeinsam noch das ein oder andere gekühlte Getränk zu sich genommen, bevor auf dem Reinheimer Markt weiter gefeiert wurde.

Am darauffolgenden Sonntag traf sich die gesamte Sanoker Delegation und ein Großteil der Gastfamilien zum Gottesdienst in der katholischen Kirche. Pfarrer Hassemer hielt einen sehr feierlichen und teilweise zweisprachigen Gottesdienst ab, bei dem die Gäste voller Begeisterung mitsangen. Da es auch an diesem Tag extrem heiß war , entschlossen sich die Gäste schon abends die Heimreise anzutreten um nicht während der Hitze im Bus zu sitzen. So wurde der Nachmittag noch auf dem Reinheimer Markt verbracht, bevor man sich verabschieden musste. Für alle waren es vier interessante und abwechslungsreiche Tage.

Besuch in Sanok vom 31.07.bis 04.08. in Sanok

Am Donnerstag, den 31.07. trafen sich die Teilnehmer des SV, die am Gegenbesuch in Sanok teilnehmen wollten um 17.30 Uhr am Sportplatz. Eine Gruppe von 9 AH-Spielern, 4 Spielerfrauen und Igor Tabor, einem in Reinheim lebenden Polen, der aus Sanok stammt.

Der erste Vorsitzende des SV 45 Klaus Matthes hatte den Transport zum Frankfurter Flughafen organisiert und so ging es mit zwei Kleinbussen dorthin. Nach dem Einchecken konnte man gerade noch im TV miterleben wie die deutsche U17-Mannschaft Europameister wurde und hatte so schon einen Grund zu feiern. Nach einem kurzen Flug von 1,5 Stunden landeten wir  um 22.45 Uhr in Rhezow. Auch dort wartete schon ein Kleinbus auf uns. Nach einem kurzen Stopp an einer Tankstelle ging es durch das nächtliche Polen nach Sanok. Bestens gelaunt erreichte man gegen 1.00 Uhr nachts das Ziel, das Hotel  "Sanvita" im Zentrum der Stadt. Während der Großteil der Gruppe ins Bett ging, schauten sich die jüngeren AH noch mal in der Stadt um und waren am nächsten Tag begeistert von der Gastfreundschaft der Sanoki. Ruck-zuck waren sie nämlich bei einem Junggesellenabschied gelandet und durften mitfeiern.

Am Freitag Morgen war frühes Aufstehen gefordert, um 9.00 Uhr traf man sich mit dem Rest der rund 70-köpfigen Reinheimer Delegation zum offiziellen Programm. Nach einer kurzen interessanten Einführung in die Historie von Sanok und der Region und einem Rückblick auf die deutsch-polnische Geschichte, gerade in Anbetracht des Aufstandes von Warschau am 1.8.1944, bei dem 250.000 Polen Opfer des Nazi-Regimes wurden, ging es zur Besichtigung des Schlosses und des Freilicht-Museums von Sanok. Dazu wurde die Gruppe aufgeteilt. Je eine Gruppe besichtigte eins der beiden Ziele am Vormittag, nach dem gemeinsamen Mittagessen tauschte man die Besichtigungsziele. Den restlichen Nachmittage verbrachte unsere Gruppe auf dem Marktplatz der historischen Altstadt. Dies ist ein herrliches Plätzchen, das bei sonnigen Wetter fast schon mediterranen Flair versprüht.

Für den Abend war ein Grillfest am San, dem Fluß der Sanok den Namen gibt,  geplant und auch hier zeigten sich die Polen als wunderbaren Gastgeber, die uns mit Grillgut und Eintopf verwöhnten. Neben dem Wodka aus dem Fass kamen die polnischen Würste besonders gut bei den AH an.

Nachdem sich das Fest dem Ende näherte beschloss die Gruppe nochmal zum Marktplatz zurück zu kehren um noch kurz gemeinsam zu verweilen. Gegen 1.30 Uhr ging der Großteil der Gruppe ins Bett, einige zog es noch in eine Bar um noch einen Gute-Nacht Tee zu trinken. Zum Glück passte Mutti auf die Buben gut auf, schließlich stand am Samstag ja ein Fußball-Turnier an.

Dazu ging es früh los, um 9.45 Uhr wurden wir abgeholt und für den ein oder anderen hatte es nicht mehr zum Frühstücken gereicht. Schon am frühen Morgen herrschten Temperaturen von über 25 °C. Der Bus brachte uns in ein privates Stadion einer ortsansässigen Firma, wo ein Turnier mit drei polnischen Mannschaften stattfinden sollte. Bei der Begrüßungsrede ging der Bürgermeister von Sanok noch darauf ein, dass laut Wetterbericht dies der heißeste Tag des Jahres werden würde. In Anbetracht dieser Tatsache, des Durchschnittsalters der Mannschaften und das einige Neu-AH-Spieler mit dabei waren, zogen wir uns ganz gut aus der Affaire. Keeper Mathias "Manuel" Kast zeigte starke Aktionen vor allem wenn er mit nach vorne ging. So wurden alle Spiele trotz großartiger Unterstützung der Spielerfrauen knapp verloren. Auch hier wurde nach dem Turnier die verbrauchte Körperflüssigkeit gemeinsam mit den anderen Teams mit isotonischen Getränken wieder aufgefüllt und bei guter Musik in den Nachmittag getanzt. Bei der Verabschiedung von den gegnerischen Mannschaften wurde gleich noch ein gemeinsamer Besuch in einer Diskothek ausgemacht. So ging es dann mit dem Bus wieder zurück nach Sanok und nach einem kleinen Abstecher über den Marktplatz ging man zum Abendessen in unser Hotel. Anschließend wurden wir von einem Spieler eines Gegners abgeholt und wir verbrachten noch einen schönen Abend in der Diskothek.

Die körperlichen Strapazen des Turniers hatten am Sonntag zur Folge, dass nur wenige AH'ler dem Gottesdienst beiwohnten. Ein Paar hatte sich für diesen Tag abgemeldet, da man alte Freundschaften von der letzten Verschwisterungsfeier vor 5 Jahren vertiefen wollte.

Beim offiziellen Teil um 15.00 Uhr in der Kulturhalle von Sanok waren wieder fast alle anwesend. Nach den üblichen Reden der Bürgermeister von Sanok und Reinheim, sowie Grußworten aus Cestas konnte man auch noch der Verschwisterung von Sanok und der ukrainischen Stadt Ackerman beiwohnen. Kulturelle Darbietungen  rundeten das Programm ab, wobei für den SV  natürlich die Grußworte von Gerd Fischer der Höhepunkt waren. Unsere Gruppe versammelte sich wieder am Marktplatz, wo  man auch nach dem Abendessen den letzten Abend ausklingen ließ.

Am kommenden Morgen wurden wir von einem Bus abgeholt und verabschiedeten uns von Igor, der noch ein paar Tage länger in Sanok bleiben wollte. Auch von der restlichen Delegation wurde sich verabschiedet und gemeinsam mit einem kleinen Teil der Delegation ging es wieder in Richtung Rhezow. Die Lufthansa brachte uns gut heim und am Flughafen wartete schon ein von Klaus Matthes  organisierter Bus nach Reinheim. In der Heimat wieder angekommen, verbrachten wir den Abend noch gemeinsam beim Grillen. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass es ein sehr gelungener Ausflug war. Die Stadt Sanok und die polnische Gastfreundschaft werden uns lange in Erinnerung bleiben und beim nächsten Mal ist  der SV wieder mit dabei.