Karate Makiwara

05. Oktober 2014 / Karate

Die Abhärtung am Makjwara steht im Mittelpunkt des Karatestudiums, und man darf diese Übungsform keinen Tag ausfallen lassen. Sie dient nicht nur zur Abhärtung der eingesetzten Körperteile, sondern ist eine Übungsmethode, Stöße und Schläge mit größtmöglicher Kraftentwicklung des ganzen Körpers auszuführen. Dabei wird die auf nur einen Punkt konzentrierte Explosionsenergie entfaltet. Diese Form des Trainings ist darüber hinaus auch wichtig, um sich der eigenen Reichweite klarzuwerden.

Karate Makiwara

Normalerweise benutzt man für den Makiwara ein Holz von großer Elastizität. Als Material empfielt sich am besten die japanische Zypresse oder Zedernholz. Die im SV45 verwendeten Varianten wurden von unserem Mitglied Uwe Ranglack gebaut. Die Bretter sind aus Esche und an einer speziellen Bodenhalterung befestigt. Diese Halterung kann schnell und leicht in Bodeneinlässen in der Sporthalle versenkt werden.

Wichtig bei der Abhärtung ist nicht die schnelle, sondern die unermüdliche, pausenlose Durchführung. Die eingesetzten Körperteile sollen auf natürliche Art und Weise trainiert und gestärkt werden. Eine gute Methode ist, abwechselnd Serien von 30 Wiederholungen rechts und links durchzuführen. Diese können dann allmählich ansteigen.

Mit dem Gegendruck des Makjwara wird einen Moment die Kraft aus Ellenbogen und Schulter herausgenommen und der Ellenbogen zur Körperseite zurückgezogen. Wenn die Faust die Oberfläche des Makiwara berührt, ist der Ellenbogen noch etwas nach unten abgewinkelt, und das Makiwara wird dann gerade mit dem Druck aus dieser Spannung in Ellenbogen und Schulter nach hinten gebogen. In diesem Augenblick wird der Ellenbogen ganz gestreckt. Unter Ausnutzung des Gegendrucks wird der Ellenbogen dann ganz natürlich im Einklang mit der Bewegung des Bretts zurückgezogen. Man muß dabei besonders darauf achten, daß der Ellenbogen nicht zur Außenseite des Körpers driftet.

Wesentlich ist, daß der Rückprall des Brettes mit dem Ellenbogen und nicht mit der Schulter abgefangen wird. Es ist fehlerhaft, wenn sich der Oberkörper auch nur ein bißchen nach hinten legt, während die Kraft starr in Schulter und Ellenbogen bleibt. Dann wird alles wirkungslos.